Museum Palau March in Palma

Der Palast bietet temporäre und permanente Ausstellungen, ein Auditorium für Kammerkonzerte und zeitgenössische Musik und eine erweiterte Bibliothek. Der Besucher kann als permanente Ausstellung die Skulpturensammlung von Juan March bewundern. Unter den Skulpturen sind Werke von Henry Moore, Chillida, Lobo, Rodin, Berrocal und Martín Chirino.

Die wunderschöne, große, napolitanische Krippe aus dem 18. Jahrhundert, die sonst nur in der Weihnachtszeit ausgestellt wurde, ist jetzt als Dauerausstellung eingerichtet.
Auch die Bibliothek lohnt einen Besuch, immerhin hatte es der Büchernarr Bartolomé March auf eine Sammlung von 17.000 Volumen gebracht.

Das Kulturzentrum Palau March bietet ausserdem wechselnde Ausstellungen verschiedenster Themenbereiche sowie klassische Konzerte.

Museum Palau March in Palma

Öffnungszeiten

Montag bis Freitag: 10.00 - 18.30 Uhr Samstag: 10.00 bis 14.00 Uhr

Kontakt

  • Calle Palau Real, 18
  • Palma de Mallorca

Mauren und Christen in Sóller 14.5.2018

So ganz historisch verläuft der Tag der Mauren und Christen jedes Jahr, diesmal am Montag den 14. Mai, nicht. Den Anlass für das Spektakel der Neuzeit gab die Erneuerung der Herrschaft der Türken über das Mittelmeer Ende des 15. Jahrhunderts. Von Nordafrika aus starteten sie ihre Seeräuberzüge ins westliche Mittelmeer. Der Versuch Karls von Habsburg zusammen mit Aragon, den Balearen und Kastilien die Piraten in einer Seeschlacht zu besiegen schlug fehl. Um die Mitte des 16. Jahrhunderts war kein Küstenstück vor Plünderungen sicher. Davon konnten auch die Einwohner von Alcúdia, Andratx, Pollença und Sóller ein Lied singen. Bis heute zeugen die rund um die Insel verstreuten Atalayas, die Wachtürme vor der Bedrohung durch die Seeräuber.

Die Sóllerics feiern an jedem 11. Mai den glücklichen Ausgang einer Schlacht aus dem Jahre 1561. Wie es genau zu dem Sieg kam, weiss zumindest von den Jugendlichen heute keiner mehr. Aber auf jeden Fall wollen alle die Türken sein, die prima schwarz angemalt sind, Frauen verfolgen und Schiff fahren dürfen. Weit nach 15 Uhr, dem angekündigten Startschuss, fahren die Moros dann endlich hinaus in die weite See, um gleich darauf unter Verwünschungen zurückzukehren. Am Strand warten schon die Christen, die ihre Flinten mit selbstgemixtem Schiesspulver füllen und fleissig in die Luft ballern. Die mallorquinischen Frauen halten sich zuerst noch etwas abseits und singen ihre Kampflieder. Den tapferen Frauen von Sóller sagt man nach, letztendlich für den Sieg gegen die Türken verantwortlich zu sein. Sie haben in dem Moment angegriffen, als ihre Männer zu unterliegen drohten.

Als Besucher sollte man das Spektakel mit Humor nehmen und das teure Capy aus dem Seglerladen lieber zuhause lassen…

Mauren und Christen in Sóller 14.5.2018

Vivian Borsani Atelier

Künstlerin – Malerin – Original Kunstwerk – Abstrakte Kunst – Zeitgenössische Kunst – Mallorca Lifestyle – Ausstellung – Kunst zum Verkauf – Innenarchitektur.
Vivian Borsani hat Sammler in Großbritannien, Spanien, Deutschland, der Schweiz und den USA.

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Sonntag des Engels in Mallorca

Der „Sonntag des Engels“ – „Domingo del Ángel“ – ist stets der erste Sonntag nach Ostern. Um 10.00 Uhr machen sich zahlreiche Mallorquiner vom Plaza Cort zu Fuß zum Schloss Bellver auf, wo sie von den „Xirimiers“ – den traditionellen Musikern – begrüsst werden, und es beginnen Aktivitäten für Kinder und Erwachsene.

Zur Essenszeit teilen alle in festlicher und brüderlicher Stimmung ihr Brot mit ihren Nachbarn. Diese wohltätige Geste – daher der Name des Sonntags – reicht bis ins 15. Jahrhundert zurück. Bis zum späten Nachmittag gibt es viele Konzerte und natürlich darf auch der „ball de bot“ – der typische Tanz der mallorquinischen Landbevölkerung – nicht fehlen. Feiern Sie mit!

Sonntag des Engels in Mallorca

Via Crucis, der Heilige Kreuzgang

Ein wahrhaftiges Spektakel in ganz Spanien ist die Semana Santa – die Osterwoche. Die Festlichkeiten beginnen am Palmsonntag mit der Messe in der Kathedrale La Seu. Am Karfreitag erwartet Sie auf den Treppen vor Palmas Kathedrale ein besonderes Theaterstück: „Via Crucis“, der Heilige Kreuzgang.

Die dramatischen Momente des Kreuzweges und der Kreuzigung Jesus Christus` werden von der Theatergruppe „Taula Rodonda“ mit Texten des mallorquinischen Poeten Llorenç Moyà in Szene gesetzt. Die Aufführung gilt als kultureller Höhepunkt der Osterwoche und durch die sensiblen Verse und schauspielerischen Leistungen baut sich zwischen den Interpreten und dem Publikum eine ganz besondere Beziehung auf. Das Schauspiel vor der beeindruckenden Kulisse der Kathedrale beginnt am Karfreitag um 12.00 Uhr.

Via Crucis, der Heilige Kreuzgang

Semana Santa, die Osterwoche

Ein wahrhaftiges Spektakel ist die Osterwoche. Die Festlichkeiten beginnen am Palmsonntag mit der Passionsmesse in der Kathedrale von Palma. Priester und Gläubige ziehen durch die Gassen, angeführt durch den Bischof von Palma. Mit gesegnetem Wasser werden Palmen- und Olivenzweige geweiht, auch zahlreiche Zuschauer schmücken sich mit grünen Zweigen.

In der Karwoche werden riesige Christuse am Kreuz, Madonnen und Heiligenfiguren durch die Stadt getragen, begleitet von unheimlichen, vermummten Gestalten mit langen spitzen Kapuzen. So sorgen zum Beispiel am Gründonnerstag die reuhigen Mitglieder der verschiedenen Laienbruderschaften bei der „Crist de la Sang“- Prozession für eine mittelalterliche Stimmung mit Gänsehaut inklusive. Diese Prozession ist eine der Wichtigsten und seit dem Jahr 1554 dokumentiert. Die älteste Bruderschaft Palmas stammt auch aus dieser Zeit. Es gibt 30 Bruderschaften allein in Palma – in ganz Mallorca 50; die meisten wurden Anfang des 20. Jahrhunderts gegründet und besonders in den 40er und 50er Jahren, einige sind auch erst in den 90er Jahren entstanden. Die Bruderschaften unterscheiden sich durch die verschiedenen Farben ihrer Trachten und durch ihre Banner und haben alle ihren eigenen Christus am Kreuz und besonderen Heiligenfiguren. Die Zeremonie der vermummten Büßer und Büßerinnen – oft stecken nämlich auch Frauen unter der Vermummung und es gibt sogar eine reine Frauenbruderschaft, in der Männer verboten sind – beginnt abends am Plaza de l´Hospital und geht durch Palmas gesamte Innenstadt u.a. über die Calle Oms, Sant Miguel, Colom, Plaza de Cort, den Borne, Jaime III, Bonaire bis zur Iglesia de La Sang.

Jede Bruderschaft wird von einer Musikgruppe begleitet, deren Trommeln den Rthytmus der Schritte bestimmt. Der Christus de la Sang ist die wichtigste gekreuzigte Jesusfigur Palmas. Erst wenn die Büßer ihren Segen in den Messen erhalten haben, kann das Osterfest beginnen.
Auch die Dörfer sind geschmückt und voller Umzüge, Prozessionen und heiliger Messen.

Die Abendmesse am Ostersonntag ist besonders sehenswert; sie ist die wichtigste Messe im ganzen Jahr und sämtliche Priester Mallorcas sind anwesend. Der Bischof von Mallorca hält die Zeremonie, dessen Höhepunkt die Erneuerung der heiligen Öle der Sakramente ist. Die Öle, die aus Bunyola stammen, werden gesegnet, so auch Brot, Wasser und Wein und nicht nur von außen erscheint La Seu – die Kathedrale – in großem Glanz, sondern auch die prachtvolle und gleichzeitig fromme Stimmung im Inneren ist einzigartig.

Semana Santa, die Osterwoche

Töpfermesse in Marratxí 4.-11.3.2018

Anfang März jedes Jahr packen die Töpfer auf den Balearen ihre Tonwaren in Zeitungspapier ein und ziehen auf die Messe nach Marratxi. Warum gerade Marratxi? Das Geheimnis liegt unter der Erde. Ganz in der Nähe der Ausstellung befinden sich die Dörfer Sa Cabaneta und Portol. Die Erde dort ist rot und ideal zum Formen und Brennen vom Ton.

Innehalb der Töpfermesse sind auch Austellungen über die Geschichte über die mit Strichen verziehrten Keramik zu sehen.  Vielleicht fregen Sie sich auch, ob es stimmt, dass die Majolika-Keramik aus Mallorca stammt. Bei der Majolika-Technik wir die Pinsel auf die noch nasse Glasur aufgetragen. Sie entstand jedoch in Italien und es war ein Bedürfniss des italienischen Marktes Porzelan nachzuamen und es mit einem fremdartigen Namen zu versehen..

Die Wasserkrüge “Peras” sind Behälter, in denen das Wasser kühl gehalten worden ist, bevor es Kühlschränke gab. Die Keramik ist hier porös, unglasiert. Steht so ein Krug an einem kühlen windigen Ort, so entsteht eine Verdunstung. Das bleibt auch bei der heissen Jahreszeit frisch. Aus ähnlichem Material sind die Blumentöpfe hergestellt, die ja auch luft- und wasserdurchlässig sind.

Ampforen waren die Transportgefässe der römischen Eroberer. Sie hatten kein Standboden, waren vorwiegend zum Transport bestimmt. Die “alfabis” sind arabischen Ursprungs, sie dienten als Vorratsgefässe für Öl, Wein und Wasser.

Das wichtigste Gerät in der mallorquinischen Küche ist die “greixonera”. Es gibt sie in den verschiedensten Grössen und sie ist immer rund. Doch ist es nicht der Ton oder die Brennung, die die greixonera wasserdicht macht, sondern die durchsichtige Glasur. Man kann sie auf dem Gasherd und im Backofen benutzen.

Auch auf Mallorca gab es den Beruf des Fesselflickers. Sie zogen vom Haus zu Haus umd die angebrochenen greixoneras mit dem Drat zu retten. Heute gibt es greixoneras gleich mit Dratgeflecht gekauft, das macht die Schüssel in sich viel stabiler.

Aber das Wahrzeichen der mallorquinischen Töpferei ist das kleine Siruell, das Tonpfeifchen. Es gibt weibliche und männliche Figuren, die Grundierung ist immer weiss, es variieren die Farbtupfe und Farbkombinationen. Der Siruell diente als Inspiration auch dem Maler Joan Miró. Er schuff Fantasiegestalten ohne sich alt zu sehr von der Urform der Siruell zu entfernen. So ging die kleine Tonflöte in die Geschichte der modernen Kunst ein.

Die Töpfer nennen die ungebrannte Keramik “Scherben”. Beim altäglichen Gebrauch geht so manches Gute Stück zu Bruch und so bleiben am Ende wieder Scherben. Die Keramik wird ersetzt, ein neuer Kreislauf beginnt und nächstes Jahr gibt es im März wieder eine neue Töpfermesse in Marratxi.

Töpfermesse in Marratxí 4.-11.3.2018

Fira del Ram: Kirmes in Palma 2018

Wenn die Kinder Ihre Eltern diese Tage um mehr Taschengeld anhauen und Familienväter am Wochenende mit vollen Händen ihr Gehalt ausgeben, ist daran Mallorca´s berühmtester Rummel Schuld. Diesjahr findet die Fira del Ram 24. Februar bis 15. April 2018 im Gewerbegebiet Son Fusteret in Palma statt.

Die Fira del Ram, die Osterkirmes, ist seit Jahren eine Institution, deren Ursprung im 13. Jahrhundert zu liegen scheint. Andere Geschichtsforscher vermuten die erste Fira so im 18. Jahrhundert. Wie auch immer, Karussels und Rutschbahn haben etwas mit dem Heiligen zu tun, der in einem Kloster aufbewahrt und von den Mallorquinern sehr verehrt wurde. Bei der Osterprozesion am Palmsonntag trugen es die Gläubigen durch die Strassen der Stadt. Zu dem volkstümlichen Gaudi zählen jedes Jahr um die 150 Schaustellerfamilien. Sie kommen von der Insel, vom spanischen Festland aber auch aus Italien und Belgien. 600 Menschen leben von den Einnahmen des Volksfestes.

Zu den altbekannten Kirmesattraktionen wie Schaukelpfedchen und Geisterkammern sind im Laufe der Jahre auch ganz hipermoderne Geräte gekommen. Wer einen gut tränierten Magen hat und schwindelfrei ist, stürzt sich in um die eigene Akse drehenden Gondl in die Tiefe oder klebt in einer riesigen Trommel, wie eine Fliege an der Wand.

Aber auch das leibliche Wohl sollte nicht zu kurz kommen. Auf der Fira del Ram haben die Bratwürste Hochsaison und kandierte Äpfel und Zuckerwatte verkaufen sich hier tonnenweise.

Schausteller und Vergnügungszüchtige kommen also auf ihre Kosten aber vorsicht – auch die Taschendiebe wollen ein gutes Geschäft machen auf der Fira del Ram!

Eckdaten:

Wo: Polígono Son Fusteret, Palma de Mallorca
Wann: 24.2.-15.4. 2018
Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag 17h – 23h.
Samstag und Sonntag 10 – 00h.

Fira del Ram: Kirmes in Palma 2018

Feier des heiligen Antoni

Sant Antoni Abad ist der Schutzpatron des Städchens Sa Pobla – deshalb wird am Vorabend des 17. Januar besonders gefeiert. Wie auch in anderen Gemeinden sind auf den Strassen grosse Holzfeuer errichtet. Ihre Flammen ludern dann die ganze Nacht hindurch. Die Legende berichtet, dass der Heilige im III. und IV. Jahrhundert in Ägypten gelebt hat. In seiner Felshülle sollte er immer wieder von den Versuchungen Satans geplagt worden sein. Deshalb spielen die Teufel, die Dimonis, eine grosse Rolle am Tag des Sant Antoni. Schon im XIV. Jahrundert feierte Sa Pobla erstmals das Fest des Santa Antoni.

Jedes Jahr trifft sich in Sa Pobla zum Sant Antoni die politische Prominenz der Insel. Den musikalischen Hintergrund geben die Ximbombas, die Xeremies und die Glossars; das sind rythmische Sprechgesänge auf Mallorquin, deren Texte manchmal erst beim Singen erfunden werden. Und sie sind gelegentlich recht unanständig.

Auf den Balearen tragen viele den Namen des Heiligen Antonios. Die Antonias, Tonitas, Tonis, oder einfach Antonis feiern am 17. Januar ihren Namenstag. Viele Orts werden an disem Tag die Tiere gesegnet – wie auch hier in Alaró. Der Stadtpfarrer des Städchens, wird später den Zusammenhang zwischen den Vierbeinen und dem frommen Heiligen später erklären. Hier segnet der die Haustire mit Weihwasser. Ses Beneides ist die religiöse Alternative zum eher heidnischen Höllenspucks des Vorabends. Doch nicht nur die Tiere wurden gesegnet. Nachdem die Prozesion der Kanarienvögel, der Hamster und Meerschweinchen vorbei war, fuhren die Autos vor.

Sant Antoni ist der letzte Festermin in der langen Reihe der Feierlichkeiten der Weihnachtszeit, deshalb ist die Kirche noch festlich geschmückt. Die monjes, die Klosterfrauen, haben aus weissem Papier kusntvolle „neoles“ gebastelt. Das sind Scherenschnitte, die in langen Reihen feierlich das Innere des Kirchenraums schmücken.

Feier des heiligen Antoni