Museum Palau March in Palma

Der Palast bietet temporäre und permanente Ausstellungen, ein Auditorium für Kammerkonzerte und zeitgenössische Musik und eine erweiterte Bibliothek. Der Besucher kann als permanente Ausstellung die Skulpturensammlung von Juan March bewundern. Unter den Skulpturen sind Werke von Henry Moore, Chillida, Lobo, Rodin, Berrocal und Martín Chirino.

Die wunderschöne, große, napolitanische Krippe aus dem 18. Jahrhundert, die sonst nur in der Weihnachtszeit ausgestellt wurde, ist jetzt als Dauerausstellung eingerichtet.
Auch die Bibliothek lohnt einen Besuch, immerhin hatte es der Büchernarr Bartolomé March auf eine Sammlung von 17.000 Volumen gebracht.

Das Kulturzentrum Palau March bietet ausserdem wechselnde Ausstellungen verschiedenster Themenbereiche sowie klassische Konzerte.

Museum Palau March in Palma

Öffnungszeiten

Montag bis Freitag: 10.00 - 18.30 Uhr Samstag: 10.00 bis 14.00 Uhr

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  • Calle Palau Real, 18
  • Palma de Mallorca

Vivian Borsani Atelier

Künstlerin – Malerin – Original Kunstwerk – Abstrakte Kunst – Zeitgenössische Kunst – Mallorca Lifestyle – Ausstellung – Kunst zum Verkauf – Innenarchitektur.
Vivian Borsani hat Sammler in Großbritannien, Spanien, Deutschland, der Schweiz und den USA.

Vivian Borsani Atelier

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Extras

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  • Kreditkarte
  • Parking nahe

Regierungssitz Consolat del Mar

Oft laufen wir über den Plaza der Lonja, der Seehandelsbörse, vorbei am Consolat del Mar. Hier, wo sich Politiker beraten, bleiben nur wenige stehen. Ein Grund, Ihnen dieses historische Gebäude einmal näher vorzustellen.

Die Geschichte des Consulat del Mar geht bis ins XV. Jahrhundert zurück. Da wurde es von der Händlervereinigung in Auftrag gegeben. Ein Teil des Gebäudes wurde deshalb auch zum Hauptsitz der Vereinigung. Hier fand auch ein Markt, besser gesagt eine Warenbörse statt. Durch die Porta Vella del Moll schreitet man noch heute vorbei an den Gärten, die Ende des XIX. Jahrhunderts angelegt wurden über die Grenze, die die Stadtmauern vom Almundainapalast bis hin zur Bastion Sant Pere zogen.

In der zweiten Hälfte des XX. Jahrhunderts wurde das Gebäude des Consolats renoviert, ein längst fälliges Vorhaben. 1980 überlies die spanische Regierung das Gebäude dem Generalrat der Balearen: er sollte sich hier im Sinne des 1978 erklärten Autonomiestatus etablieren. 1983 wurde er offiziell anerkannt und es gab die ersten Wahlen, die dem Organismus Leben einhauchen sollten. Am 31. März des gleichen Jahres wurde im Consolat de Mar das erste Inselparlament gegründet. Nur wenige Tage später trat der erste autonome Balearenpräsident sein Amt an und formte seine Regierung. Immer mit Blick auf den Paseo Sagrera, den Hafen und das Meer. Und daher hat das Consolat auch seinen Namen.

Art Galerie HMH

Die grösste Auswahl auf den Balearen an zeitgenössischer Kunst auf 800 m2 Ausstellungsfläche – 45 Künstler – über 1.300 Bilder und Skulpturen on stock. – Lieferung Europaweit.

Art Galerie HMH

Öffnungszeiten

Mo - Fr 10:00 - 18:00 Uhr, Sam 10:00 - 15:00 Uhr. Juli - August 10:00 - 13:00 und 18:00 - 21:00 Uhr.

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Extras

  • Barrierefreier Zugang
  • Facebook
  • Haustiere erlaubt
  • Kreditkarte
  • Parking nahe
  • Rundgang
  • WLAN

Museum Pollensa

Pollensa war schon immer die Stadt der Künstler: Maler wie Anglada Camarasa und Tito Cittadini haben wegen Pollensa sogar Paris verlassen. Seit mehr als 30 Jahren findet hier der „Certamen Internacional d’Arts Plàstiques“ statt, der Internationale Kunstwettbewerb und die Gewinnerwerke werden im Pollencas Museum ausgestellt. Aber das Museum hat viel mehr zu bieten.

Die Sammlung gotischer Altarbilder stammt teils aus der Pfarrkirche und teils aus der Kapelle el Puig de Maria.
Ein wichtiger Teil des Museums ist dem Künstler Atilio Boveri gewitmet. Seine Ölmalereien, die auf Mallorca zwischen 1912 und 1915 entstanden sind, bilden die Raixa Gärten, das Castell del Rei, die Bóquer Höhle, den Pareis Strom, die Can Jura Mühle, den Ternells Pass, das Obstland und die Gartenhäuser von Pollensa, den Calvari Weg, Pollenças Strassen, sowie Oliven-, Feigen- und Mandelbäume ab.

Du dann wartet noch das Mandala auf den Besucher von Pollencas Museum – für die Buddhisten die Erklärung des Entstehens, der Existens und des Zerstörung vom Universum. Eine komplizierte Hilfe zum Nachdenken und Konzentration. Bei seinem Besuch in Pollenca in 1990 hat Dalai Lama der Stadt eine von Kalachakra Mandala, auch als “Rad der Zeit” bekannt geschenkt. Das komplizierte Mandala stellt 722 Götter und derens Palast dar und wurde im Kloster Namgyal in den indischen Himalayas angefertigt.

Offiziell eröffnet wurde das Museum von Pollensa im Jahre 1975 dem ehemaligen Kloster der Dominikaner Santo Domingo.. Das wurde zwischen 1588 und 1616 erbaut bis 1836 von den Mönchen genutzt. Heute ist Museum Pollensa zum einem kulturellen Treffpunkt für Kunst- und Musikliebhaber genauso wie Theaterfreunde geworden.

La Lonja, die Handelsbörse in Palma

La Lonja ist nicht – wie viele glauben – die ehemalige Fischbörse, sondern die ehemalige Seehandelsbörse Palmas. Der Stararchitekt des 15. Jahrhundert, Guillem Sagrera, hat sie im Auftrag der Handelskammer zwischen 1426 und 1447 erstellt und damit für eine Perle der Gotik in Palma gesorgt.

Die Lonja wurde gebaut, um Versammlungen der Händler zu beherbergen – eine Art Kongresszentrum also. Anfang des 15. Jahrhunderts unterhielt Palma bereits 25 Handelsvertretungen mit anderen Ländern und so trafen sich in der Seehandelsbörse die Kaufleute. Dieser Prachtbau zeigt, dass Palma schon immer eine der reichsten Seehandelsstätte des Mittelmeers war. Und da es damals nicht an Geld mangelte, konnte so eines der schönsten Gebäude Spaniens entstehen.

Heute lädt man zu festlichen und offiziellen Anlässen in die Lonja ein, von hohen Staatsbesuchen, wie zum Beispiel zum Besuch des Bundespräsidenten Johannes Rau im Herbst 2002 bis hin zu Austellungen.

In den schmalen Gassen rund um die Lonja hat sich im Laufe der Jahre ein Vergnügungsviertel gebildet. Sehr zum Ärger der Anwohner, die verständlicherweise irgendwann einmal schlafen möchten und das nächtliche Treiben in den Restaurants und Tapas-Baren geht besonders an denWochenenden bis in die Morgenstunden.

Vor dem Gebäude wurde dem Architekten der Lonja Guillermo Sagrera Ehre getan und ein Straßenabschnitt nach ihm benannt: der „Paseo Sagrera, der oftmals mit dem Paseo Maritimo verwechselt wird, der aber erst weiter hinten beginnt. Diese schöne Promenade mit den hohen Palmen ist bereits 1930 von der Stadtverwaltung in Auftrag gegeben worden und wird gerne von den Einheimischen für einen gemütlichen Spaziergang genutzt. Die Bänke vor den Fassaden laden zum Verweilen und Geniessen ein. Ein historischer Ausflug, der sich lohnt!
(Nachricht 24. 3. 2006)
La Lonja wird restauriert
Der balearischen Regierung ist es gelungen, 50% der für die Restaurierungsarbeiten notwendigen Finanzierung, bei der Zentralregierung in Madrid zu bekommen. Insgesamt 2,4 Mill. Euro werden hauptsächlich in den oberen Teil des Gebäudes investiert, wie die Generaldirektorin für Kultur des Govern Balear, Catalina Sureda informierte.

Almudaina Palast in Palma

Den Almudaina Palast in Palma finden Sie direkt neben der Kathedrale La Seu und oberhalb der Gartenanlage S´Hort del Rei. Arabische Herscher haben Almudaina als Festung ausserhalb der Stadtmauer, direkt am Meer bauen lassen und König Jaime II fügte im 14. Jahrhudert die Annehmlichkeiten des mallorquinischen Hofes dazu (1309).

Heute ist der 20.000 m2 grosse Almudaina Palast nur teilweise der Öffentlichkeit zugänglich, da er die Militärkommandatur der Balearen beherbergt. Auch König Juan Carlos nutzt den Almudaina Palast als seinen Amtssitz während seines alljährlichen Sommerurlaubes auf Mallorca. Auch Kronprinz Felipe y Doña Letizia haben sich während des ofiziellen Besuchs auf der Insel mit Repräsentanten des balearischen Kulturlebens in Almudaina getroffen. Ausserdem werden auch Festakten der Balearenregion hier gehalten, wie z.B. die jährliche Feier der spanischen Verfassung am 6. Dezember.

Almudaina Palast in Palma

Krippen – die Weihnachtgeschichte in Miniatur

Krippen gehörten schon immer zu Weihnachten wie der Tannenbaum und der Weihnachtsmann. Vor allem für Kinder waren und sind sie eine Attraktion. Noch vor der allgemeinen Elektrifizierung gaben sie im Schein der Kerzen den Hausbewohnern in den langen, dunklen Wintermonaten ein Gefühl der Geborgenheit. Es bedurfte eines kulturellen Höhepunktes zu einer Jahreszeit, in der die Nächte so lang wie die Tage sind. Mit der Gestaltung des Weihnachtfestes versuchte man viele Jahrhunderte lang ein wenig Licht und Farbe in das Grau des Alltags einzuweben. Deshalb hat sich weihnachtliches Brauchtum vor allem im Norden entwickelt, in denen die Winter hart sind, in Gegenden mit mildem Klima, wie z.B. den Balearen, entstanden die Weihnachtsbräuche eher zögernd.

Krippen waren in Kirchen aufgestellt. Den Kindern wurden dadurch die sich ewig hinziehenden liturgischen Feierligkeiten kurzweiliger. Der Blick zur Krippe brachte Abwechslung. Aber die kleinen Figuren mit Maria und Josef, dem Kind, Ochs und dem Esel waren auch in den Häusern der mallorquinischen Familien anzutreffen. Man besuchte an den Weihnachtsfeiertagen die Anverwandten mit der Frage: „Heu fet Betlem?“ Habt Ihr die Krippe schon aufgestellt?

Betlem nennt man die Krippe im Katalanischen. Das Wort ist eine Vereinfachung des Namens der Stadt Bethlehem, den Ort, um den sich das ganze Mysterium der Weihnachtsgeschichte rankt.

Lukas, der Evangelist, beginnt seine Schilderung der Geburt Christi wie eine pastorale Symphonie von Hirten, Herden und Futterkrippe. Doch wann das wirklich geschehen ist, musste sich schon oft einer historischen Prüfung unterziehen lassen und die Ouvertüre zu der Weihnachtsgeschichte hat dem nicht standgehalten. Lukas berichtet, dass der Sohn Marias und Josefs zur Zeit des grossen Herodes geboren worden war. Das wäre spätestens vier Jahre vor der christlichen Zeitrechnung gewesen. Was sich aber „in jenen Tagen ergab, als ein Erlass vom Kaiser Augustus ausging“, wie es bei Lukas heisst, kann im besten Fall erst zehn Jahre später gewesen sein. Die Historiker haben sich dann geeinigt, dass die Volkszählung entweder im Jahre 7 vor oder 6 Jahre nach der Geburt des Kindes von Bethlehem stattgefunden hat. Die Chronologie ächzt in allen Fugen. Auch mit der Volkszählung ist das so eine Sache. Dies um so mehr als die Römer viel zu tüchtige Verwalter waren, als dass sie den Zensus so umständlich durchgeführt hätten. Sie waren an einer unruhestiftenden Massenwanderung ihrer Untertanen nicht interessiert. Doch die Weihnachtsgeschichte erzählt es. Maria und Josef von Galiläa aus der Stadt Nazareth zogen nach Judäa in die Stadt Davids, die heute Bethlehem heisst.

Es gibt kaum eine Geschichte, kein Märchen, keine Legende, die so perfekt ist, wie die Weihnachtsgeschichte. Diese Virtuosität war auch notwendig, denn sonst wäre die Erzählung als eine der kurzlebigen Episoden des Altertums schnell in die Vergangenheit geraten. Es ist eine Geschichte voller Symbolik wie sie besser nicht hätte geschrieben werden können. Der gewaltige Engelsgesang, der nachher wie nicht gewesen war, die Suche nach der Herberge, die um alles in der Welt nicht gefunden werden durfte, denn: das Kind musste in einer Höhle, in einem Stall geboren werden, sonst hätte es keine Hirten gegeben und auch keine Schafe. Am Himmel erschien ein Komet und zeigte den Weg – ein wichtiger dramaturgischer Beitrag. Denn in der Zeit der Weihnachtsgeschichte glaubte man an die geheimnissvolle Kraft der Sterne. Es gibt kaum ein Symbol, das in der Weihnachtgeschichte fehlt. Da existieren auch noch die frommen Heiligen Drei Könige, von denen keiner ein Wort der Zeugenschaft überliefert hat. Caspar, Melchior und Balthasar – einer jung, einer alt, einer farbig. Sie bringen Weihrauch, Gold und Myrrhe. Weihrauch als Symbol der übersinnlichen Kräfte, Gold für Reichtum, Myrrhe für Gesundheit. Das alles ist untauglich als historische Belege aber als Zeichen so mystisch und gross, dass die Menschen auch noch nach Jahrtausenden davon angerührt sind.

Als der Heilige Hironimus 386 seinen Wohnsitz in Bethlehem aufschlug und in einer Kuppel die ganze Geschichte der Ankunft Jesu nachgestaltete, schuf er wohl damit das Vorbild für spätere Krippen. Die Verehrung der Geburtskrippe kam dann aus Palästina nach Rom. Ob dort ihr Siegeszug um die Welt begann, ist nicht nachweisbar. Denn zunächst einmal wurden in die Kirchen in der Weihnachtszeit Krippenspiele angeführt. Der Ursprung des klassischen volkstümlichen Krippenaufbaus wird auch gerne mit einer Legende des Franz von Assissi in Verbindung gebracht. Dieser baute 1223 mitten im Walde von Greccio eine mit Heu gefüllte Krippe auf, stellte den Ochs und den Esel dazu und predigte vor diesem anschaulich lebenden Bild seiner Gemeinde das Weihnachtsevangelium.

Das Barock war die Blütezeit der napolitanischen Krippenwerkstätten, die ihre Gestalten aus der Laienhaftigkeit zur grossen Kunst erhoben. Die schöpferischen Meister modellierten die Köpfe und Hände der Figuren in Ton. Die Drantgestelle wurden dann auf das sorgfältigste und kostbarste bekleidet. Oft schneiderten Nonnen die Kleider der Krippenfiguren, denn in den Paramentenwerkstätten der Klöster gab es genügend Reste von Brokat, Damast, Samt und Seide sowie die dazugehörenden Silber- und Goldborten, Perlen- und Silberfäden.

Bühnenartige Krippen mit effektvollem Aufbau fanden einen bedeutenden Niederschlag in der Volkskunst. So auch bei den mallorquinischen Künstlern, von denen sich die meisten am Vorbild der neapolitanischen Krippen orientierten. Viele der Geburtsszenen werden in Mauern aus Natursteinen versetzt, Höhlen und Casitas sind ebenfalls Zufluchtsorte. Die frommen Volkskünstler, die Jahr für Jahr Krippen und deren Krippen herstellten, kümmerten sich wenig um die realistische Darstellung der Szene um die Futterkrippe. Sie schnitzten in ihrer Originalität mit viel Phantasie munter drauf los. Ihren Figuren wurden Kleider aus „robes de lengües“ genäht. Sie fragten sich nie, wie es wohl zu Stunde null in Bethlehem ausgesehen haben mag. Man versetzte die idyllische Geburtsszene einfach in die Umgebung, die den handwerklichen Schnitzern und Töpfern vertraut war.

Heute haben sich die Banken der Krippen angenommen, was früher in Kirchen, Küchen und Kinderzimmern stand, befindet sich jetzt in der Nähe des Tresors. Diese Schatzkammern haben für viele ebenfalls eine magische Anziehungskraft. Die meisten Besucher sind Kinder, sie haben schulfrei bekommen und das macht für sie die eher statische Szene der Geburt Jesu wieder attraktiv. Auf Mallorca sagte man immer schon

Es betlem, es foc i la mar
Sempre tenen que mirar

Bei der Krippe, dem Feuer und dem Meer
Kann man gar nicht aufhören, hinzusehn.

(Nachricht 22.12.2010)
Jedes Jahr ist es ein Ereignis, wenn in Palma die Weihnachtsbeleuchtung angezündet wird – diesmal am 4. Dezember 2009. 130.000 Glühbirnen gehen an und Groß und Klein freut sich darüber.

Nächste Station Richtung Weihnachten sind auf Mallorca die Krippenausstellungen. Ob in Klöstern, Museen, Ausstellungsräumen oder Patios, überall sind Krippenausstellungen zu besuchen. Tradition haben die Weihnachtskrippen vor allem bei den Kapuzinermönchen in Palma – zu sehen vom 14. Dezember bis zum 6. Januar – oder die Krippe in Misericordia oder in der Eingangshalle vom Rathaus Palma.

Die grosse Krippe des Palau March, die früher nur an Weihnachten zu sehen werden konnte, kann man jetzt als permanenten Teil der Ausstellung das ganze Jahr über bewundern.

Weitere Ausstellungen in Palma:

Rathaus Palma
Plaça Cort, 1
Öffnungszeiten:
Mo-Sa 9-21 Uhr, So u. Feiertage 10-20 Uhr, bis 9. Januar

Markthalle Sta. Catalina
Plaça Navegación
Öffnungszeiten:
Mo-Sa 8-15 Uhr, bis 7. Januar

Can Marques
Zanglada, 2a
Öffnungszeiten:
Mo-Fr 10-18 Uhr, bis 6. Januar

Krippen, Palma de Mallorca

Museum Stiftung Ben und Yannick Jakober in Alcúdia

In wunderschöner Landschaft, verborgen hinter Pinien und hundertjährigen Olivenbäumen befindet sich die private Kulturstiftung Yannick und Ben Jakober. Die Stiftung wurde 1993 von dem britischen Künstlerehepaar Ben Jakober und Yannick Vu gegründet. Zielsetzung ist die Erhaltung und Restaurierung von Gegenständen des historischen Erbes Spaniens und der Förderung der schönen Künste allgemein.

In einem altem Wasserreservoir wurde ein grosser Ausstellungsraum eingerichtet. Die Bilder hängen an rohen, weiss gestrichenen Betonwänden. Der Bodenbelag aus schwarzem Schiefer spiegelt auf raffinierte Weise die Bilder wider. Die Ausstellung bietet nicht nur interessante Einblicke in die Kunst der Portraitmalerei des XVI. bis XIX. Jahrhunderts sondern zeigt auch die Lebenswelt der Kinder der verschiedenen Epochen. Die Sammlung „NINS“ des Museum Stiftung Jakober besteht aus ca. 140 Kinderbildnissen, die auf eindringliche Weise veranschaulichen, wie die Kinder von hohem gesellschaftlichen Rang damals in Ost- und Mitteleuropa, Frankreich, Spanien oder Italien lebten. In der Ausstellung sind permanent zwischen 50-55 Malereien zu sehen, da viele Museen der Welt an dieser anerkannten Sammlung der Stiftung Jakober grosses Interesse zeigen.

Die Bilder der kleinen Prinzen und Prinzessinnen wurden einst wegen der hohen Kindersterblichkeit zur Erinnerung oder zur frühzeitigen Anbahnung von Hochzeiten im Falle des hohen Adels in Auftrag gegeben. Die Gemälde führen dem Betrachter eine streng gegliederte Welt vor Augen, die dem heutigen Empfinden nach völlig fremd ist: Von unbeschwerten Kindertagen kann hier nicht die Rede sein. Die Adelskinder sind aussstaffiert wie Erwachsene, tragen Schmuck und Amulette, um Unheil abzuweisen. In der Renaissance und im Barock wurden Mädchen als auch Jungen in Röcke gekleidet, so kann man das Geschlecht oft nur dadurch zuordnen, da die Mädchen Ohrringe und kunstvollere Frisuren tragen.

Aus England stammt das Triptychon von 1506, das Charles V mit seinen Geschwistern zeigt sowie die fast identischen Bilder von Mary und Catherine Bassett von 1603. Das Bildnis eines 18 Monate alten Jungen mit den Trauben in der Hand enstand im Jahr 1598 in Deutschland. Zu den Kinderbildern aus Spanien gehören das Gemälde der jungen Margarita Teresa und der beiden Jungen Don Carlos und Don Fernando aus dem XVII. Jahrhundert sowie das fast ganz in schwarz gehaltene Bild von Carlos II, der mit nicht einmal vier Jahren zum König gekrönt wurde, und ihn auf dem Bild von 1671 als zehnjährigen Knaben zeigt. Der Junge mit dem Stab und zwei Blumen ist eine italienische Arbeit und das Bildnis des Prinzen von Baden Durlach mit der Pumphose und dem grossen Hut in der Hand stammt aus Deutschland.
In Holland ist das Gruppenbild der in schwarz und weiss gekleideten Adelsfamilie entstanden, die beiden Gemälde Luis XV von Frankreich stammen aus französischer Hand aus dem Jahr 1715. Carlos Manuel I de Saboya, hier mit grossem weissen Kragen, wurde 1580 und später dann, im Jahr 1605, Felipe Manuel de Saboya von einem italienischen Meister verewigt.

Ende des XVIII. Jahrhunderts verliert sich allmählich die strenge Eleganz der Darstellungen und wich einer stärkeren Ausdruckskraft der Abgebildeten, die der damaligen Gesellschaft einen freieren Umgang mit den Thema Kindheit belegt, als in den Jahrhunderten zuvor.

Die Gartenanlage und das Haus zu besuchen ist eine schöne Abwechslung bei einer Rundreise im Norden der Insel, jedoch mit Voranmeldung.

Wo:
Museum Stiftung Jakober
Finca Sa Bassa Blanca
Camino del Coll Baix s/n
07400 Alcudia
Tel.: +34 971 549 880

www.fundacionjakober.org

Ermita Sant Salvador bei Felanitx

Das Kloster San Salvador bei Felanitx wurde im Auftrag von König Pere IV von Aragón im Jahre 1348 errichtet. Man verehrte schon im XIV. Jahrundert eine Madonnenstatue, über deren Herkunft jedoch nichts bekannt ist. Die Ermita wurde im 16. Jahrhundert zu einem Wallfarhtsort der Marienverehrung, zur gleichen Zeit gründete man auch eine Grammatikschule.

Immer wieder wurden Kloster und Kirche von Piraten überfallen und geplündert, weswegen sie mehrfach an- und ausgebaut wurden. In Folge der zunehmenden Pilgerwanderungen errichtete man schliesslich im 18. Jahrhundert noch eine Herberge. Im Jahre 1824 liessen sich hier die Eremiten des Ordens von San Pere und von San Pau nieder.

Prunkstück des Klosters ist die Vorhalle, die eine Nachbildung des Abendmahls von der Puerta del Mirador in der Kathedrale von Palma schmückt. Der sehenswerte baroke Hochaltar in der Klosterkirche wurde von dem Bildhauer Pere Coronero aus Valencia geschaffen. In der ersten Seitenkapelle befindet sich ein gotischer Altar aus dem 15. Jahrhundert, der figurenreiche Szenen aus dem Leben Christi darstellt.

Nach dem Kloster Lluc ist die Ermita von San Salvador der 2. wichtigste Wallfarhtsort auf Mallorca. Aber auch als Touristenattraktion steht sie hoch im Kurs, was an den vielen Reisebussen unschwer zu erkennen ist. Der Verkauf der Marien- und Heiligennippes an die Besucher ist für die Mönche ein rentables Geschäft.

Der Blick von Puig de San Salvador ist beeindruckend: im Westen die Sierra de Tramuntana, im Süden der Grossraum Palma, im Südosten die Inselgruppe Cabrera, direkt unterhalb des Klosters breitet sich die Zentralebene Mallorcas für den Betrachter aus, im Norden sind Pollença und Alcudia mit ihren Häfen sowie die Halbinseln Ferrutx und Formentor zu erkennen.

Ermita Sant Salvador bei Felanitx