Olivenölproduktion auf Mallorca

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Viele Wörter, die mit dem Ölbaum zu tun haben, sind arabischen Ursprungs. So auch die „tafona“. Früher mit Maultieren oder Eseln, heute betreibt die schweren Mahlsteine nur noch der Strom. Die Oliven werden zu einer bräunlichen Masse gemahlen, danach wird der Brei bei maximal 30º C leicht erwärmt, damit das Öl noch als kalt gepresst gilt. Der Olivemus kommt dann auf Matten, wird dort glatt gestrichen und mit einer hydraulischen Presse entsaftet. In einem Auffangbecken werden anschließend Wasser und Öl grob getrennt, um das reine Olivenöl zu erhalten, ist noch eine Zentrifuge notwendig.

Der Olivenbaum ist der älteste bekannte Kulturbaum des Mittelmeerraums. Hier haben es die Menschen seit jeher verstanden, auch die einfachsten Gerichte als Lebensspende zu genießen. Es gibt hunderte verschiedener Olivensorten, die sich in Größe, Qualität und Geschmack unterscheiden. Die Farbe hängt allein vom Reifegrad ab, denn die Frucht färbt sich von gelb über grün, violett, purpur und braun-schwarz. Erst dann ist sie ganz reif. Die Oliven werden im gewünschten Entwicklungsgrad geerntet, gebessert, leicht eingedrückt und in Salzlake gelegt. Vor allem die in hohen Gläsern in verschiedenen Kräuter und Gewürzen angesetzten Früchte sind ein Genuss für jeden Gaumen.Die Verwendung von zerkleinerten Oliven z.B. in Sossen hängt von der Experimentierfreude des Kochs ab.

So mancher Olivenbaum auf Mallorca ist über 1000 Jahre alt. Ihre verästlte Knorrigkeit vermittelt nur im ersten Augenblick den Eindruck von Gebrechlichkeit. Wer länger vor ihnen steht und sie betrachtet, ist von ihrer erhabenen Würde und stoischen Gelassenheit fasziniert.

Wer sich für Olivenölproduktion auf Mallorca interessiert, kommt an dieser Reportage nicht vorbei.

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