Alcúdia, eine Stadt mit Geschichte

135_alcudia_de.mp4_000028680
Al-cúdia, den Hügel, nannten die Mauren die Stadt, die sie nach Eroberung Mallorcas im Jahre 902 auf den Trümmern des von den Vandalen zerstörten römischen Pollentia errichteten. Quintus Caecilius Metellus, der Befehlshaber der Invasionsgruppe, gründete Pollentia, die Starke, die Mächtige, als die Hauptstadt der neuen Provinz: Märkte, Thermalbäder, öffentliche Bauten für die Verwaltung, Springbrunnen, Statuen, Luxusvillen und ein Theater waren entstanden. Hätten die Vandalen sich im 5. und 6. Jahrhundert nicht wie richtige Vandalen verhalten, wäre heute noch viel mehr von Pollentia erhalten geblieben als nur einige Ruinen, Säulen und das Teatre Romá. Bereits im 1. Jahrhundert vor Christus entstand dieses kleinste der insgesamt 23 römischen Theater in Spanien, mit Platz für 2000 Personen.

Ein Rundgang durch das heutige Alcudia bringt für die Besucher einige unerwartete Erlebnisse. Der Markt am Sonntag ist ein muss, sonst findet man aber in dem alten Ortskern eine gelassene Ruhe. Dies liegt vor allem an der durchgehend vorhandenen Fussgängerzone, die den Bummlern, aber auch den Eiligen die Vorzüge einer autofreien Innenstadt bietet. Die Fassaden sind schlicht und liebevoll hergerichtet. Bars laden zu Tapas und einem Gläschen Wein ein.

Die öffentliche Bücherei Can Torro entstand in enger Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek von Gütersloh. Sie wird, neben 10 weiteren Büchereien in Spanien, von der Bertelsmann Stiftung unterstützt.

Das Auditorium, im Jahr 2000 eingeweiht, rundet das Angebot Alcudias an Kultur und Architektur ab. Ob Theater, Konzerte, Kurse, Vortragsreihen – das neue Kulturhaus sorgt täglich für Bewegung. Bloss nicht stehen Bleiben. Die reiche Geschichte Alcudias muss weiter geschrieben werden.

Beitrag: Hanna Christensen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.