Talaiots Ses Paises bei Artà

237_talaiots_ses_paises_de.mp4_000030000
Vor vielen tausenden von Jahren war Mallorca ein einziger Steineichenwald. Niemand weiss, wer die Insel damals bewohnte. Schriftliche Überlieferungen gibt es aus dieser Zeit nicht. Der einzige Beweis, dass es in der Zeit Lebewesen gab, ist bei einer Ausgrabung entdeckte Zwergziege. Irgendwannmal begannen die Menschen auf der Insel Häuser zu bauen. Riesige Steine wurden aufeinander geschichtet, die Archäologen nennen sie Talaiots.

Doch es ist nicht bekannt, ob die Menschen darin wohnten oder ob sie religiöse Orte eines unbekannten Kults waren. Vielleicht handelte es sich um grosse Grabstätten für die Verstorbenen. Die Geschichte der Talaiots kann mit Hierogliphen nicht entziffert werden, wie die zur gleichen Zeit entstandenen Pyramiden in Ägypten.

Die Geschichte ging weiter, doch die Steine sind geblieben. Keiner kann sich vorstellen, wie die riesigen Steinquader in einem Zeitalter transportiert worden sind, in dem es noch keine Axt, kein Rad und sonst keinerlei Werkzeuge gab. Was ist in den Jahrhunderten, in denen sie dort stumm lagen, in ihrer Nähe geschehen? Haben sie miterlebt, wie eine arabische Prinzessin einen Sarazenenfürsten küsste? Haben sich hinter ihnen Piraten auf dem Weg zur reichen Beute ins nah gelegene Artà versteckt? Wenn man die Talaiots besichtigt, werden keine Fragen beantwortet. Es sind geheimnissvolle Orte, an denen sich jeder seine eigenen Fragen stellt..

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.