Llucmajor Impressionen

Llucmajor bedeutet nicht nur eine Stadt 12 km östlich von Palma entfernt, mit 31.000 Einwohnern, im Augenblick wegen der neuen Autobahn Palma–Llucmajor aktuell, sondern auch ein Stück autentischer Insel Mallorca.. Das zeigen wir Ihnen in unseren Impressionen.

Der Markt in Llucmajor findet am Mittwoch statt.

Montuïri Impressionen

30 km von Palma entfernt, direkt im Zentrum Mallorcas liegt Montuiri. Eine Extrareise ist der ruhige und ziemlich original erhaltene Ort mit 2.500 Einwohnern kaum wert, obwohl auch hier einige Sehenswürdigkeiten zu finden sind: die Pfarrkirche Sant Bartomeu aus dem 14. Jahrhundert genauso wie die vielen alten Windmühlen, die um die Ortschaft herum verstreut liegen und davon zeugen, daß hier viel Getreide gemahlen wurde. Der schlechte Zustand der ehemaligen Windmühlen hier verbessert sich langsam teilweise dank der lokalen Politik, die seit einigen Jahren durch verschiedene Organisationen ihre Unterstützung bei den Renovierungsarbeiten leistet. Wer mehr zu diesem Thema wissen möchte, schaut sich unseren Beitrag Mallorcas Mühlen an.

Der Markt findet in Montuiri Montag vormittags statt. Die wichtigsten Feste sind die Romeria am ersten Dienstag nach Ostern, Sommerfeste am 15. August und Procesión del Corpus nach Christi Himmelfahrt. San Bartolome, der Schutzpatron Montuiris, wird gross am 24. August jedes Jahr gefeiert.

Bei allen Festlichkeiten, die in Montuiri stattfinden, fehlen nie die “Cossiers”, die farbprächtigen Tänzer, die aus Montuiri sogar stammen sollen.

Santa Eugenia, uriger Charme

„Mehr als hundert Jahre sind vergangen, seit der Erzherzog Ludwig Salvator seine Schritte von Consell aus kommend Richtung Santa Eugenia lenkte. Wir sind seinen Spuren gefolgt und haben das kleine Dorf im Pla, der Zentralebene Mallorcas, besucht.

Wenn man das Flair des authentischen Mallorcas einfangen möchte, ist man in Santa Eugenia genau richtig. Dem Besucher von Santa Eugenia bietet sich auf den zweiten Blick mehr als nur ein malerisches Panorama über die weite Ebene. Das Dorf ist die östlichste Gemeinde vom Pla und liegt 22 km von Palma entfernt. 1.500 Einwohner verteilen sich auf die 4 Ortsteile: La Vila, Ses Alqueríes, Ses Coves und Ses Ollerías. Und so sind wir schon mitten drin – in der langen Geschichte Santa Eugenias.

Während der arabischen Besatzung Mallorcas wurde die Insel in 13 Distrikte geteilt, die man alquerias nannte. Nachdem Jaime I im Jahre 1229 die Mauren besiegt hatte, verteilte er das Land unter die Adelsleute seiner Befolgsschaft. Dabei hatte man als Grenze die ehemaligen arabischen Alquerias zu Grunde gelegt. Das Zentrum der Insel, die frühere alquería Benizabari, wurde dem Ritter Bernat de Santa Eugenia übergeben und so kam das Dorf zu seinem Namen.

In der arabischen Zeit hat es noch in der Gegend einzelne Gehöfte gegeben, nach dem Rückzug der Mauren erstellten die Einwohner den Ortskern dort, wo heute die Kirche und Sakristei stehen. Im Jahr 1317 begann man mit dem Bau eines Oratoriums. Da sich das Dorf immer weiter ausdehnte, errichtete man im 18. Jahrhundert eine grössere Kirche.

Heute ist Santa Eugenia ein beliebter Wohnort für Leute, die die Stille aber auch die Nähe zu der Stadt Palma schätzen. Ein beliebtes Ausflugsziel für die Einwohner Santa Eugenias ist die Madonnenfigur der Jungfrau von Lourdes. Der Aufstieg auf den 100 Treppenstufen zu den Naturhöhlen ist eine gute Gelegenheit, die Sünden abzubüsen. Jedes Jahr im Februar wird hier eine Messe abgehalten. Es ist ein sakraler Ort, an dem sich Volksglaube und Naturzauber vermischen.

Im Jahre 1978 hat die jüdische Gemeinde Mallorcas am Ortsausgang einen Friedhof angelegt. An dem Schmiedeeisernen Eingangstor sind hebräische Schriftzeichen in das Eisen gehämmert. Es ist der einzige jüdische Friedhof auf der Insel.

Und da ist noch der Weinkeller – Cas Pinar. Hier wird noch auf die herkömmlichen Art und Weise gekeltert. Auf dem fast 21 km2 umfassenden Gemeidegebiet wachsen viele gut gepflegte Weinstöcke, die zum Weineinbaugebiet Binissalem gehören. Der Winzer von Cas Pinar lädt gerne zur Weinprobe ein.

Hoffentlich haben wir mit unserer Reportage Ihr Interesse geweckt, das kleine Dorf im Osten vom Pla kennenzulernen…

Route der Weine "Pla i Llevant"

Heute möchten wir Ihnen die Bodegas der Weine „Pla i Llevant“ vorstellen. Das Gebiet in der Mitte und im Osten Mallorcas wurde 1999 mit der Ursprungsgarantie, der „Denominació d´Origen“, ausgezeichnet, d.h. die Weine werden nach strengen Normen angebaut und sind qualitativ hochwertig. Im Gegensatz zu den Anbaugebieten um Binissalem gibt man hier den importierten Rebsorten zur Verbesserung der Qualität der Weine ein stärkeres Gewicht, wie zum Beispiel der Cabernet Sauvignon oder Chardonnay-Traube, und baut auch sortenreine Weine aus.

Wir beginnen unsere Weinroute in Algaida mit den Vins Ca´n Majoral. Unser erstes Gläschen wird ein Tinto Jahrgang 2000 sein, der Vin Ca´n Majoral Son Roig, ein Crianza-Wein aus den Trauben Cabernet Savignon, Merlot und Syrah, der 12 Monate in französischen und osteuropäischen Eichenfässern gelagert hat. Möchten Sie lieber mit einem Glas Weißwein beginnen, empfehlen wir den Blanc Butibalausi 2000, ein junger, sehr fruchtiger Wein mit blumigen Aroma aus verschiedenen einheimischen Prensal-Trauben. Und wo findet man die Bodega? Sie fahren bis Algaida in die Calle del Campanar, dort geht eine Sackgasse ab, am Ende finden ist sie – Can Mayoral.

Anschließend geht es weiter nach Porreres ins Dorfinnere zu den Bodegues Jaume Mesquida, die unweit der Plaça de la Vila in der Calle Vileta, 7 liegt. Die Geschichte der Familie Mesquida reicht bis ins Jahr 1589 zurück. Die Familie hat ihr Wissen und Können über Jahrhunderte weiterentwickelt und der jüngste Winzer der Familie, der selbstverständlich auch Jaume Mesquida heißt, zählt zu den Besten des Landes. Empfehlen möchten wir Ihnen den 2000er Cabernet Sauvignon, einen kirschroten Wein mit harmonischem Charakter und elegantem Körper.

In Orten wie Felanitx und Manacor wird der Weinanbau bereits seit Urzeiten gepflegt.
Es lohnt sich daher, einen Abstecher in den Süden nach Felanitx zu machen: in die Bodegues Armero i Adrover.

In der Calle Camada Reial finden Sie eine exzellente Auswahl wohlschmeckender Weiß- und Rotweine aus mallorquinischen und französischen Trauben.
Weiter geht es nach Manacor, wo wir gleich drei Weinkeller besuchen werden. Wir beginnen bei den Vins Toni Gelabert. Die Philosophie des Winzers Toni Gelabert ist es, Weine mit mediterraner Persönlichkeit zu produzieren. Dass ihm dies gelungen ist, können Sie an dem überaus interessanten Rotwein Ses Hereves 2000 testen, ein Crianza-Wein aus den Trauben Cabernet Sauvignon, Merlot und Syrah. Dieser Wein ist absolut ungeklärt und ungefiltert. Sie finden die Bodega in Son Fangos, im Camí dels Horts de Llodrà, dafür fahren Sie von Felanitx Richtung Manacor bis zur Abzweigung Sa Maçia, biegen in die Straße gegenüber ein und folgen dieser, bis man nach 1,3 km die Bodega sieht.

Weiter geht es nun zu den bekannten Bodegues Pere Seda: Hier sollten Sie unbedingt ein Gläschen des Blanco Chardonnays aus dem Jahr 2002 zu sich nehmen, aber auch den Tinto Mossèn 2001 probieren, zwei Spitzenweine. Aus Felanitx kommend biegen Sie an der ersten Tankstelle ab, ganz am Ende dieser Straße fahren Sie links in die Calle del Cid Campeador, 22.

Als letzte Weinstation in Manacor suchen wir den Winzer Miguel Gelabert auf. Auf der internationalen Weinmesse 2001 in Madrid holte er die erste nach Mallorca gehende Goldmedaille für den besten Weißwein Spaniens: seinen Chardonnay. Doch nicht nur dieser kann empfohlen werden, sondern auch der Gran Vinya Son Caules, der 2000er Jahrgang seines mallorquinischen Weines, der zu 80 Prozent aus einheimischen Trauben besteht. Sie finden den als experimentierfreudig bekannten Winzer in der Calle Sales, 50.

Nun setzen wir unsere Weinfahrt nach Petra fort. Gleich drei der renommiertesten Wein-Guides Spaniens loben die Bodega Miguel Oliver aus Petra. Sie finden die Bodega in der Calle de la Font, 26, wo die Tochter Olivers als Enologin arbeitet. Die Weine gehören zur Elite der Inselweine und Namen wie Ses Ferritges, Original Muskat oder Aía stehen in der Gunst von Weinkennern ganz oben.

Golf Park Puntiró

Golf Park Puntiró ist ein Golfplatz mit 18 Löchern, Par 71. Das gesamte Areal der Finca beträgt nicht weniger als 66 ha Land. Nicklaus Design hat den Golfplatz entworfen und nicht alleine der Platz sondern die ganze Umgebung, Club House, Restaurant, Ausstattung, Golf Shop, Personal und Organization sind auf dem selben Niveau – hochkarätig. Komplett in die Landschaft integriert, diesen Platz kann man sogar beim Landen über Mallorca aus dem Flugzeug betrachten.

Golf Park Puntiró

Extras

  • Parking nahe
  • Vegetarisch möglich
  • WLAN

Natura Park bei Santa Eugenia

Santa Eugenia, das stille Dorf Mitten im Pla, bekommt reichlich Besuch. Der Züchter Antoni Mas, hat 20 Jahre lang mit wissenschaftlicher Systematik Säugetiere und Vögel gezüchtet. Mit Hilfe der Gemeide Santa Eugenia wurden 30.000 m2 Gelände so umgebaut, dass darauf 20.000 Tiere in artgerechter Umgebung leben können.

Nicht nur Schulklassen besuchen die für Balearen typischen Tiere. Am Wochenende nutzen viele Familien mit Kindern den in wunderschönen Landschaft gelegenen Park zu einem Ausflug.

Sternwarte in Costitx

Die Sternwarte, Observatori Astronòmic de Mallorca (OAM), in Costitx ist die östlichste Sternwarte auf spanischem Boden. Die OAM ist in einem Sternwartennetzwerk integriert das sich den astrophysischen Studien widmet und den Richtlinien des Astrophysischen Instituts der Kanarischen Inseln folgt.

Neben dem wissenschaftlichen Aufgabenfeld beschäftigt sich die Sternwarte in Costitx auch mit der allgemeinen Schulung und Verbreitung der Astronomie. Führungen – die es nur mit Voranmeldung gibt – bestehen aus einer audiovisuellen Vorführung, die den Big-Boom erklärt, sowie Besichtigung des spektakulären Saals, in dem zehn Riesenteleskopen stehen. Dank dieser Teleskope kann man praktisch bis zu den Sternen ‚reisen‘, und Planeten wie Saturn aus unmittelbare Nähe beobachten.

Der Direktor der Sternwarte in Costitx, Salvador Sánchez, zeigt unserem Team seinen Arbeitsplatz.

(Nachricht 05.11.2005)
OAM – Observatori astronomic de Mallorca – bietet im November Mars-Beobachtungen an. Zwischen dem 7.-12. und dem 15.-19. November befindet sich Mars in einer Reihe mit Erde und Sonne und ist deshalb besonders gut zu sehen. Na dann, ab nach Costitx!

(Nachricht 5. 1. 2005)
Sternwarte Costitx schneller als NASA
Die Wissenschaftler in der Sternvarte Costitx entdeckten am Heiligabend ein NEO (Near Earth Object), das sich mit einer Geschwindigkeit von 50 km/sek. der Erde näherte. Bei der anschliessenden Zusammenarbeit mit u.a. NASA konnte die Gefahr einer Katastrofe am Mittag des 25. Dezember ausgeschlossen werden. Das gleiche NEO kommt allerdings in 25 Jahren zurück, genau am 13. 4. 2029, auf 60.000 km Nähe und wird mit blossem Auge zu beobachten sein.

Beitrag: Thomas Schmidt

Sternwarte in Costitx

Route ökologischer Produkte

Appetit auf einen vegetarischen Hamburger, ökologische Kroketten oder etwas Paté? In unserem Beitrag stellen wir mallorquinische Produkte aus ökologischem Anbau vor – hier ein kleiner Auszug unserer Empfehlungen:

· Algaida: Bodega „Vins Ca´n Majoral“, wo alle Weine streng nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus produziert werden.

· Llucmajor: „Embutits Escale“ – besonders lecker und noch dazu dekorativ ist in Gläsern eingemachtes Obst und Gemüse.

· Manacor: Kooperative „Es Vinyol“ – frisches und ungespritztes Obst und Gemüse.

· Capdepera: Bauernhof „Binefela“ – Obst, Gemüse und Getreide nicht nur aus biologischem, sondern biologisch-dynamischen Anbau und selbstgemachter Honig

· Petra: „Sa Taulera“ – Obst, Gemüse und Milchprodukten aus ökologischem Anbau.

· Consell: Kooperative „Camp Mallorquí” wartet mit einem gesunden Nachtisch: Trockenfrüchte und zwar in erster Linie mallorquinische Mandeln und Johannisbrotfrüchte.

· Santa Maria: Bodega „Jaume de Puntiró“. Eine Spezialität ist der „Vi Dolç“, der an die Süssweintradition anknüpft: ein goldbrauner Wein, der während 12 Monaten in Eichenfässern sein kräftiges und warmes Aroma entwickeln konnte.

· Sóller: „Fet a Sóller“ – Feigenbrot, Honig, Kräutertees, feinste Marmelade und getrocknete, in Olivenöl eingelegte Tomaten.

Alle näheren Infos – besodern die Wegbeschreibungen – entnehmen Sie bitte unserem Beitrag.

Wir wünschen einen guten Appetit!

El Molinar, ein Fischerdorf mit Flair

Der Wind weht hier draussen, die Zeit scheint stillzustehen. Urlauber und Einheimische geniessen das leise Meeresrauschen und die Idylle der Natur. „El Molinar“, das ehemalige Fischerdorf vor den Toren Palmas. Einst stand hier eine lange Reihe von Mühlen, die diesem Dorf ihren Namen gaben.

Der Hafen von „El Molinar“ ist sehr beliebt. Hier kann man direkt neben den Booten Paella essen, hier kennt der Hafenmeister noch seine Bootseigentümer, wer hierher kommt, sucht die Ruhe und das Flair eines ehemaligen Fischerdorfes, am Rande der Balearenhauptstadt Palma.

(Nachricht 10.06.2005)
4,5 km mehr Strandpromenade für Molinar
Nach den vielen Siedlungen, die in den letzten Jahren zwischen Portixol und Molinar gebaut worden sind, kommt jetzt die Verlängerung der Promenade und ein Fahrradweg dazu. In unserer Reportage machen Sie sich von dem ehemaligen Fischerdorf selbst ein Bild. Vielleicht essen Sie am Sonntag eine Paella im Hafen und danach – einen langen Spaziergang auf der neuen Promenade…