Museum Palau March in Palma

Der Palast bietet temporäre und permanente Ausstellungen, ein Auditorium für Kammerkonzerte und zeitgenössische Musik und eine erweiterte Bibliothek. Der Besucher kann als permanente Ausstellung die Skulpturensammlung von Juan March bewundern. Unter den Skulpturen sind Werke von Henry Moore, Chillida, Lobo, Rodin, Berrocal und Martín Chirino.

Die wunderschöne, große, napolitanische Krippe aus dem 18. Jahrhundert, die sonst nur in der Weihnachtszeit ausgestellt wurde, ist jetzt als Dauerausstellung eingerichtet.
Auch die Bibliothek lohnt einen Besuch, immerhin hatte es der Büchernarr Bartolomé March auf eine Sammlung von 17.000 Volumen gebracht.

Das Kulturzentrum Palau March bietet ausserdem wechselnde Ausstellungen verschiedenster Themenbereiche sowie klassische Konzerte.

Museum Palau March in Palma

Öffnungszeiten

Montag bis Freitag: 10.00 - 18.30 Uhr Samstag: 10.00 bis 14.00 Uhr

Kontakt

  • Calle Palau Real, 18
  • Palma de Mallorca

Markthalle am Plaza Olivar

143 Fischstände zählt der Mercat Olivar Palmas grösste Markthalle auf dem gleichnamigen Platz Olivar. Auch wenn die Mallorquiner keine grossen Fischfreunde sind und die Meerestiere eher als Würze und Zutat genutzen, hier gibt es alles, was das Meer und die Netze der Fischer ans Land werfen. Mächtige Zackenbarsche, glänzende rote und rosa Gambas, lebende Langusten von den Buchten des Nordens und Menorcas.

Der Mercat von Olivar ist der Bauch von Palma. So werden hier die Märkte genannt. Nichts, was es hier nicht gibt. Wo einst das Kloster stand, wurden die Markthallen 1941 von dem Architekten Gabriel Alomar gebaut. Heute ist der Markt ein Treffpunkt für Hausfrauen, Singles und Geschäftsleute gleichermassen. Ein paar Treppen rauf, an der steinernen Marktfrau vorbei und schon glaubt man sich mitten in den „huertas“, den Obst- und Gemüsegärten Spaniens zu sein. Die Stände biegen sich unter der Last von Salaten, Kohlköpfen, Auberginen, Zucchinis, Zwieben und mehr und mehr. Dort liegen Hülsenfrüchten in prallen Körben, hier hängen die Tomaten in Zöpfen von der Decke. Neben Zitronen und Orangen kennen die mallorquinischen Bauer auch Tropenfrüchte, so leuchten hier sogar einheimische Kiwis, Avocados, sowie Ananas und Bananen.

Per Rolltreppe geht es in den obersten Stock. Hier bietet sich eine wahre Inszenierung an nackten schmackhaften Tatsachen. Hier liegen in zarter Deko-Pose Kücken- oder Rebkuhn, Fasan oder Täubchen. Hier Schweine, dort feinste Rinderlende. Hier hängen ganze Spanferkel, daneben Lamminnereien. Nicht zu übersehen prangen hier Sobrassadas, Schweinswürste oder die Butifara. Und wer den Korb nicht mehr tragen kann, der macht kurz Tapas-Pause und gesellt sich zum Schwätzchen zu Händlern und Markbesuchern an die Bar Teodoro. Josefina strahlt und serviert ihren Gästen einen „tallat“, einen kleinen Michkaffee oder Sherry mit Tapas. Den Bar Teodoro gibt es seit vielen Jahren – Josefina steht hier seit sie 24 Jahre alt ist.

Wer zu Toresschluss um 14 Uhr aus den Hallen des Mercat Olivar wandert, und beim Einkaufen zwischen Obst, Gemüse, Fisch und Fleisch die Zeit vergessen hat, der hat diesen Markt wirklich erlebt.

Markthalle am Plaza Olivar

Regierungssitz Consolat del Mar

Oft laufen wir über den Plaza der Lonja, der Seehandelsbörse, vorbei am Consolat del Mar. Hier, wo sich Politiker beraten, bleiben nur wenige stehen. Ein Grund, Ihnen dieses historische Gebäude einmal näher vorzustellen.

Die Geschichte des Consulat del Mar geht bis ins XV. Jahrhundert zurück. Da wurde es von der Händlervereinigung in Auftrag gegeben. Ein Teil des Gebäudes wurde deshalb auch zum Hauptsitz der Vereinigung. Hier fand auch ein Markt, besser gesagt eine Warenbörse statt. Durch die Porta Vella del Moll schreitet man noch heute vorbei an den Gärten, die Ende des XIX. Jahrhunderts angelegt wurden über die Grenze, die die Stadtmauern vom Almundainapalast bis hin zur Bastion Sant Pere zogen.

In der zweiten Hälfte des XX. Jahrhunderts wurde das Gebäude des Consolats renoviert, ein längst fälliges Vorhaben. 1980 überlies die spanische Regierung das Gebäude dem Generalrat der Balearen: er sollte sich hier im Sinne des 1978 erklärten Autonomiestatus etablieren. 1983 wurde er offiziell anerkannt und es gab die ersten Wahlen, die dem Organismus Leben einhauchen sollten. Am 31. März des gleichen Jahres wurde im Consolat de Mar das erste Inselparlament gegründet. Nur wenige Tage später trat der erste autonome Balearenpräsident sein Amt an und formte seine Regierung. Immer mit Blick auf den Paseo Sagrera, den Hafen und das Meer. Und daher hat das Consolat auch seinen Namen.

Silvester in Palma de Mallorca

Am Silvesterabend trifft man sich in Palma traditionell am Rathausplatz, dem Plaza Cort – zum Traubensessen, mallorquinischen oder spanischen Sekt Trinken und vor allem – Feiern. Einen guten Rutsch ins Neue Jahr!

Ein erfolgreiches Jahr 2017 wünscht
Happy New Year 2017 from
Prospero año 2017 desea
Rigtig godt Nytaar 2017 oensker
Stastny novy rok 2017 preje
… MallorcApp!

Krippen – die Weihnachtgeschichte in Miniatur

Krippen gehörten schon immer zu Weihnachten wie der Tannenbaum und der Weihnachtsmann. Vor allem für Kinder waren und sind sie eine Attraktion. Noch vor der allgemeinen Elektrifizierung gaben sie im Schein der Kerzen den Hausbewohnern in den langen, dunklen Wintermonaten ein Gefühl der Geborgenheit. Es bedurfte eines kulturellen Höhepunktes zu einer Jahreszeit, in der die Nächte so lang wie die Tage sind. Mit der Gestaltung des Weihnachtfestes versuchte man viele Jahrhunderte lang ein wenig Licht und Farbe in das Grau des Alltags einzuweben. Deshalb hat sich weihnachtliches Brauchtum vor allem im Norden entwickelt, in denen die Winter hart sind, in Gegenden mit mildem Klima, wie z.B. den Balearen, entstanden die Weihnachtsbräuche eher zögernd.

Krippen waren in Kirchen aufgestellt. Den Kindern wurden dadurch die sich ewig hinziehenden liturgischen Feierligkeiten kurzweiliger. Der Blick zur Krippe brachte Abwechslung. Aber die kleinen Figuren mit Maria und Josef, dem Kind, Ochs und dem Esel waren auch in den Häusern der mallorquinischen Familien anzutreffen. Man besuchte an den Weihnachtsfeiertagen die Anverwandten mit der Frage: „Heu fet Betlem?“ Habt Ihr die Krippe schon aufgestellt?

Betlem nennt man die Krippe im Katalanischen. Das Wort ist eine Vereinfachung des Namens der Stadt Bethlehem, den Ort, um den sich das ganze Mysterium der Weihnachtsgeschichte rankt.

Lukas, der Evangelist, beginnt seine Schilderung der Geburt Christi wie eine pastorale Symphonie von Hirten, Herden und Futterkrippe. Doch wann das wirklich geschehen ist, musste sich schon oft einer historischen Prüfung unterziehen lassen und die Ouvertüre zu der Weihnachtsgeschichte hat dem nicht standgehalten. Lukas berichtet, dass der Sohn Marias und Josefs zur Zeit des grossen Herodes geboren worden war. Das wäre spätestens vier Jahre vor der christlichen Zeitrechnung gewesen. Was sich aber „in jenen Tagen ergab, als ein Erlass vom Kaiser Augustus ausging“, wie es bei Lukas heisst, kann im besten Fall erst zehn Jahre später gewesen sein. Die Historiker haben sich dann geeinigt, dass die Volkszählung entweder im Jahre 7 vor oder 6 Jahre nach der Geburt des Kindes von Bethlehem stattgefunden hat. Die Chronologie ächzt in allen Fugen. Auch mit der Volkszählung ist das so eine Sache. Dies um so mehr als die Römer viel zu tüchtige Verwalter waren, als dass sie den Zensus so umständlich durchgeführt hätten. Sie waren an einer unruhestiftenden Massenwanderung ihrer Untertanen nicht interessiert. Doch die Weihnachtsgeschichte erzählt es. Maria und Josef von Galiläa aus der Stadt Nazareth zogen nach Judäa in die Stadt Davids, die heute Bethlehem heisst.

Es gibt kaum eine Geschichte, kein Märchen, keine Legende, die so perfekt ist, wie die Weihnachtsgeschichte. Diese Virtuosität war auch notwendig, denn sonst wäre die Erzählung als eine der kurzlebigen Episoden des Altertums schnell in die Vergangenheit geraten. Es ist eine Geschichte voller Symbolik wie sie besser nicht hätte geschrieben werden können. Der gewaltige Engelsgesang, der nachher wie nicht gewesen war, die Suche nach der Herberge, die um alles in der Welt nicht gefunden werden durfte, denn: das Kind musste in einer Höhle, in einem Stall geboren werden, sonst hätte es keine Hirten gegeben und auch keine Schafe. Am Himmel erschien ein Komet und zeigte den Weg – ein wichtiger dramaturgischer Beitrag. Denn in der Zeit der Weihnachtsgeschichte glaubte man an die geheimnissvolle Kraft der Sterne. Es gibt kaum ein Symbol, das in der Weihnachtgeschichte fehlt. Da existieren auch noch die frommen Heiligen Drei Könige, von denen keiner ein Wort der Zeugenschaft überliefert hat. Caspar, Melchior und Balthasar – einer jung, einer alt, einer farbig. Sie bringen Weihrauch, Gold und Myrrhe. Weihrauch als Symbol der übersinnlichen Kräfte, Gold für Reichtum, Myrrhe für Gesundheit. Das alles ist untauglich als historische Belege aber als Zeichen so mystisch und gross, dass die Menschen auch noch nach Jahrtausenden davon angerührt sind.

Als der Heilige Hironimus 386 seinen Wohnsitz in Bethlehem aufschlug und in einer Kuppel die ganze Geschichte der Ankunft Jesu nachgestaltete, schuf er wohl damit das Vorbild für spätere Krippen. Die Verehrung der Geburtskrippe kam dann aus Palästina nach Rom. Ob dort ihr Siegeszug um die Welt begann, ist nicht nachweisbar. Denn zunächst einmal wurden in die Kirchen in der Weihnachtszeit Krippenspiele angeführt. Der Ursprung des klassischen volkstümlichen Krippenaufbaus wird auch gerne mit einer Legende des Franz von Assissi in Verbindung gebracht. Dieser baute 1223 mitten im Walde von Greccio eine mit Heu gefüllte Krippe auf, stellte den Ochs und den Esel dazu und predigte vor diesem anschaulich lebenden Bild seiner Gemeinde das Weihnachtsevangelium.

Das Barock war die Blütezeit der napolitanischen Krippenwerkstätten, die ihre Gestalten aus der Laienhaftigkeit zur grossen Kunst erhoben. Die schöpferischen Meister modellierten die Köpfe und Hände der Figuren in Ton. Die Drantgestelle wurden dann auf das sorgfältigste und kostbarste bekleidet. Oft schneiderten Nonnen die Kleider der Krippenfiguren, denn in den Paramentenwerkstätten der Klöster gab es genügend Reste von Brokat, Damast, Samt und Seide sowie die dazugehörenden Silber- und Goldborten, Perlen- und Silberfäden.

Bühnenartige Krippen mit effektvollem Aufbau fanden einen bedeutenden Niederschlag in der Volkskunst. So auch bei den mallorquinischen Künstlern, von denen sich die meisten am Vorbild der neapolitanischen Krippen orientierten. Viele der Geburtsszenen werden in Mauern aus Natursteinen versetzt, Höhlen und Casitas sind ebenfalls Zufluchtsorte. Die frommen Volkskünstler, die Jahr für Jahr Krippen und deren Krippen herstellten, kümmerten sich wenig um die realistische Darstellung der Szene um die Futterkrippe. Sie schnitzten in ihrer Originalität mit viel Phantasie munter drauf los. Ihren Figuren wurden Kleider aus „robes de lengües“ genäht. Sie fragten sich nie, wie es wohl zu Stunde null in Bethlehem ausgesehen haben mag. Man versetzte die idyllische Geburtsszene einfach in die Umgebung, die den handwerklichen Schnitzern und Töpfern vertraut war.

Heute haben sich die Banken der Krippen angenommen, was früher in Kirchen, Küchen und Kinderzimmern stand, befindet sich jetzt in der Nähe des Tresors. Diese Schatzkammern haben für viele ebenfalls eine magische Anziehungskraft. Die meisten Besucher sind Kinder, sie haben schulfrei bekommen und das macht für sie die eher statische Szene der Geburt Jesu wieder attraktiv. Auf Mallorca sagte man immer schon

Es betlem, es foc i la mar
Sempre tenen que mirar

Bei der Krippe, dem Feuer und dem Meer
Kann man gar nicht aufhören, hinzusehn.

(Nachricht 22.12.2010)
Jedes Jahr ist es ein Ereignis, wenn in Palma die Weihnachtsbeleuchtung angezündet wird – diesmal am 4. Dezember 2009. 130.000 Glühbirnen gehen an und Groß und Klein freut sich darüber.

Nächste Station Richtung Weihnachten sind auf Mallorca die Krippenausstellungen. Ob in Klöstern, Museen, Ausstellungsräumen oder Patios, überall sind Krippenausstellungen zu besuchen. Tradition haben die Weihnachtskrippen vor allem bei den Kapuzinermönchen in Palma – zu sehen vom 14. Dezember bis zum 6. Januar – oder die Krippe in Misericordia oder in der Eingangshalle vom Rathaus Palma.

Die grosse Krippe des Palau March, die früher nur an Weihnachten zu sehen werden konnte, kann man jetzt als permanenten Teil der Ausstellung das ganze Jahr über bewundern.

Weitere Ausstellungen in Palma:

Rathaus Palma
Plaça Cort, 1
Öffnungszeiten:
Mo-Sa 9-21 Uhr, So u. Feiertage 10-20 Uhr, bis 9. Januar

Markthalle Sta. Catalina
Plaça Navegación
Öffnungszeiten:
Mo-Sa 8-15 Uhr, bis 7. Januar

Can Marques
Zanglada, 2a
Öffnungszeiten:
Mo-Fr 10-18 Uhr, bis 6. Januar

Krippen, Palma de Mallorca

Castillo Hotel Son Vida

Castillo Hotel Son Vida
C/ Raixa, 2
Urbanizacion Son Vida
07013 Palma
T. +34 971 606 136

www.castillosonvidamallorca.com

Entdecken Sie hoch über Palma in dem exklusiven Viertel Son Vida, das majestätische und elegante Castillo Hotel Son Vida. Das charakteristische Schlosshotel aus dem 13. Jahrhundert umgeben von einem subtropischen Garten und einem einmaligen Blick auf die Bucht von Palma, verleitet jeden zum Träumen.

Mit seinen 164 Zimmern und Suiten, inklusive der außergewöhnlichen LOEWE SUITE, dekoriert von dem weltberühmten Designer Enrique Loewe, macht das Castillo Hotel Son Vida zum perfekten Ort für unvergessliche Momente.

Museum Es Baluard in Palma

Es Baluard ist eins der bedeutesten Museen in Palma: gelegen in einer ausgesuchten Lage über der Flaniermeile dem Paseo Marítimo, verfügt es über eine wichtige Sammlung zeitgenössiger Kunst.

Baluard, auf deutsch das Bollwerk, gibt dem Gebäude seinen Namen: die Burg des heiligen Pere ist die Festung, gebaut im XVII. Jahrhundert auf der mittelalterlichen Stadtmauer. Heutzutage befindet sie sich in perfektem Zustand und verleiht dem Museum seine priviligierte Lage.

Seit der Einweihung im Jahre 2004 hat das Museum Werke berühmter Künstler ausgestellt: der spanische Architekt Calatrava, Andy Warhol o Santiago Rossiñol. In der permanenten Sammlung befinden sich Werke von Weltgrössen wie Joan Miró und Anselm Kiefer.

Es Baluard ist auch eine wichtige Event-Location und falls Sie es im Sommer besuchen, kommen Sie freitags vorbei – abends veranstaltet die Terrasse immer Musik, Tanz oder sogar Theater direkt über der Bucht von Palma.

Museum Es Baluard in Palma

Santa Lucia in Palma

Eigentlich stammt die Tradition aus dem hohen Norden, aber auch hier auf der Insel wird das Lichterfest jedes Jahr begangen, am 13. Dezember. Die Schüler der Skandinavischen Schule auf Mallorca singen und feiern auf dem Rathausplatz in Palma (Plaça Cort) und die Mallorquiner feiern mit: Glögg (Glühwein), Weihnachtsdekoration, Gebäck und – Santa Lucia.

Prinzessin Birgitta, die auf der Insel lebende Schwester des schwedischen Königs Carl Gustaf, erzählt, wie Santa Lucia bei ihr zu Hause gefeiert wurde.

Obwohl protestantisch, Santa Lucia hat in dem katholischen Mallorca ihren festen Platz gefunden.

Ramon Llull – Denker und Dichter

Ramon Llull wurde 1232 in Palma geboren und stieg zu einem der grössten Gelehrten seiner Zeit auf. Er war Philosoph, Dichter, Denker und Schöpfer der katalanischen Sprache und Kosmopolit zugleich. Seinen Namen trägt heute u.a. die Universität der Balearen. Jeder, der in die Hauptstadt reinfährt, wird von Ramon Llulls Statue am Paseo Maritimo begrüsst. Am Hafen von Palma de Mallorca empfängt sein Standbild heute die Heerscharen der Anreisenden.

Ramon Llull stammte aus einer reichen mallorquinischen Adelsfamilie und hatte zunächst wenig mit den Wissenschaften im Sinn. Sein Hauptinteresse galt der vernunftmässigen, argumentativen Missionieren Andersgläubiger, vor allem der Mohammedaner. Llull lehrte mit Unterbrechungen zwischen 1283 und 1313 in Paris und Montpellier. Durch seinen philosophischen Roman ‚Blanquerna‘ verhalf er der katalanischen Sprache zum Rang einer Literatursprache.

Ramon Llulls Ende ist ungewiss. Als über 80-jähriger war noch einmal nach Tunis und nach Bejaia im heutigen Algerien gereist. Dort wurde er von aufgebrachten Mohammedanern, die er zu bekehren versuchte, gesteinigt. Ob er dabei ums Leben kam oder erst später an Bord eines Schiffes verstarb, ist bis heute ungeklärt.

Der Beitrag wurde in 2002 in Mallorca Fernsehen auf den Balearen und in Deutschland ausgestrahlt.

(Nachricht 24.1.2005)
Ramon Llull zieht um
An der Ecke Paseo Sagrera und Antoni Maura in Palma, wo die Statue des Denkers und Philosophen Ramon Llull seit 1967 steht, wird an dem zukünftigen Parkhaus Avenida Antonio Maura gearbeitet. Die Statue, ein Werk von Horacio de Eguía, wiegt zwar 3.000 kg, der Umzug dauerte allerdings nur 10 Min., wie die hiesigen Zeitungen berichten. Auf seinem jetzigen Platz bleibt Ramon Llull ca. 15 Monate lang bis die Arbeiten an dem unterirdischen Parkhaus abgeschlossen sind.